Das Problem

Zittaus Schulen platzen heute schon aus allen Nähten. Den Schülern fehlen bereits jetzt Räume, Chemiekabinette müssen als Klassenzimmer für den Deutschunterricht herhalten. Die steigende Zahl an Oberschülern wird nach dem Schulnetzplan auch in den kommenden 10 Jahren nicht abreißen – im Gegenteil.

Der Landkreis ermittelt steigende Schülerzahlen bis 2030 auf Grundlage der Geburten in Zittau und Umgebung. Das bedeutet ganz konkret: Die Anzahl der Schulklassen an den Zittauer Oberschulen wird sich von derzeit 45 auf bis zu 50 erhöhen. Diese fünf Klassen brauchen auch mindestens fünf neue Klassenräume, die nach der aktuellen Belegung in Zittau geschaffen werden müssen. Dabei stoßen die drei Oberschulen schon heute an ihre Kapazitätsgrenzen.

Um gute Lernbedingungen zu ermöglichen, die auf die individuellen Bedürfnisse und Leistungsniveaus der Schüler eingehen, braucht es eine ausreichende Anzahl an Klassenräumen in den Schulen. Ab Klasse 7 entstehen aus zwei Klassen zwei Realschulklassen und eine Hauptschulklasse, die in den Hauptfächern getrennt werden müssen.

Hauptschüler, Schüler mit Behinderungen und ausländische Schüler (auch aus den Nachbarländern) senken den gesetzlichen Klassenteiler von 28 Schülern weiter herab. Deshalb kann die wachsende Schülerschaft nicht einfach in bestehenden Klassen untergebracht werden.

Doch wie kann man das Kapazitätsproblem an den Oberschulen lösen? Die Stadträte von AfD, FUW/FWZ/FDP und Die Linke haben die dafür naheliegende Option des bereits vollständig geplanten Parkschulanbaus in der Sitzung im März erneut abgelehnt. Damit riskierten sie die zuvor finanzierten Planungsleistungen in Höhe von 200.000 €. Außerdem bleiben so der bereits errichtete Verbindungsbau ungenutzt und die ursprünglich bewilligten Fördermittel des Freistaates in Höhe von 2,1 Millionen € musste zurückgezahlt werden. Eins sind sie dagegen schuldig geblieben – eine eigene Lösung, wie das Problem der steigenden Schülerzahlen in Zittau aufgefangen werden soll. Wir halten nichts von Meckerei ohne Lösungsvorschläge! Die Umsetzung des Parkschulausbaus ist dringend erforderlich, um den Schüler*innen auch in Zukunft beste Lernbedingungen zu bieten. In der Abwägung mehrerer Alternativen hat sich diese Lösung auch als nachhaltigste ergeben.